Noch bis in die 1950er Jahre konnte man sie hören, sehen und riechen: Die Schmiede, die Wagner und die Küfer am Ort. Die typischen Arbeitsgeräusche, das Hämmern auf den Amboss in der Dorfschmiede, die dumpfen Schläge auf die Fassreifen des Küfers, das Geräusch wegschlitzender Späne beim Wagner.
In der Ausstellung werden die alten, zunehmend aussterbenden Handwerksberufe vorgestellt, die geprägt sind durch in Jahrhunderten gewachsenes und tradiertes Erfahrungswissen.
Zu sehen sind Einblicke in eine Arbeits- und Lebenswelt
am Ende des 20. Jahrhunderts, die weder der industriellen
Massenanfertigung zum Opfer fiel, noch einen Funktions-
wandel durchmachte, oder eine Spezialisierung erfuhr.